Bilder aus New York City im August 2016 | Teil 1

Aerial photo: Delaware at Easton.

Inlandsflug von Chicago nach New York City: Wir überqueren den Fluss Delaware bei Easton (239 Jahre und 8 Monate nach George Washington, außerdem 40 km flussaufwärts und ein paar Kilometer höher).

Aerial view: Upper New York Bay.

Über New York City auf dem Weg zum Flughafen LaGuardia, Blick in Richtung Westnord­west. Auf dem Foto ist viel zu entdecken: Unten die Upper New York Bay, ein Ästuar zwischen Hudson- und East-River im Norden (rechts) sowie dem Atlantik im Süden (links). Das breit gestreckte Gewässer im oberen Teil des Bildes ist die Newark Bay und die auf dem Foto diagonal orien­tierte Wasser­straße in der linken Hälfte der Kill Van Kull, der die Upper New York Bay mit der Newark Bay verbindet.

Das große drei­eckige Stück Land zwischen dem linken Bild­rand und der Mitte des Fotos bildet die Nordost-Spitze der Insel Staten Island, die zu New York City gehört. Die Land­fläche darüber, aber diesseits der Newark Bay deckt sich nahezu vollständig mit der Stadt Bayonne im Bundes­staat New Jersey. Rechts der Halbinsel, etwa am Rand des Fotos schließt sich die Stadt Jersey City an. Das Land jenseits der Newark Bay gehört in der linken Hälfte zu Elizabeth und in der rechten zu Newark, der einwohner­stärksten Stadt von New Jersey.

An der Spitze von Staten Island wird das St. George Ferry Terminal von der Sonne beschienen. Das ist der südliche Endpunkt der Staten Island Fähre, die zwischen der Insel und der Süd­spitze Manhattans durch die Upper New York Bay pendelt. Oberhalb des Terminals liegt das Baseball­stadion der Staten Island Yankees direkt am Wasser. Auf der Halb­insel von Bayonne sind Tanks der Mineralöl­industrie zu erkennen. In Elizabeth und Newark kann der Inter­nationale Flughafen von Newark als ein etwas hellerer horizontal orientierter Streifen im oberen Bild­bereich gerade noch durch den Dunst erahnt werden. Zwischen dem Flug­hafen und der Newark Bay liegt der Port Newark-Elizabeth Marine Terminal, einer von vier großen Container­terminals im Groß­raum von New York City. Dort findet ein wesentlicher Teil des Container­umschlags der Port Authority of New York and New Jersey statt. Die Container­schiffe gelangen nur durch den Kill Van Kull in den Hafen, daher ist diese Wasser­straße gut frequen­tiert. Auf dem Foto ist links oben ein großes Container­schiff auf dem Weg vom Hafen in die Upper New York Bay und weiter zum Atlantik zu sehen.

Aerial view: Lower Manhattan.

Ein kleines Geschenk der unteren Troposphäre: Über der Upper New York Bay bezog sich der Himmel fast vollständig und das Flugzeug war eingehüllt von tief liegenden Wolken. Genau auf Höhe der Südspitze Manhattans reißt die Wolkendecke für wenige Sekunden auf.

Aerial photo: Long Island Sound.

Die Route des Flugzeugs führt am LaGuardia Airport vorbei und folgt dann dem Long Island Sound in nord­öst­liche Richtung. Nach 15 Kilometern wendet das Flugzeug um 180° in die ent­gegen­gesetzte Richtung. Links oben ist die Küste Long Islands zu sehen, in der rechten Bild­hälfte das Festland. Dazwischen liegt der Long Island Sound, der nach Süden immer schmaler wird und bei der Stadt New York in den East River übergeht. Die Insel Manhattan, der wir schon ganz nahe waren, liegt unsichtbar im Dunst verborgen in der Nähe des Horizontes.

Aerial photo: City Island and Hart Island.

Etwa zehn Kilo­meter vom Flug­hafen entfernt liegt die über eine Brücke mit dem Fest­land ver­bun­dene Insel City Island im süd­lichen Ende des Long Island Sounds. Zur Zeit wird die alte City Island Bridge durch eine neue ersetzt und der Verkehr über eine temporäre, parallel geführte Kon­struk­tion geleitet. Der linke Bild­rand schneidet ist die längliche Insel Hart Island an, deren Betreten streng verboten ist. Auf der Insel befinden sich still­gelegte Raketen­silos und ein Armen­friedhof („Potter's Field“). Etwa 800.000 Tote sind auf dem Fried­hof bestattet, der von Straf­gefan­genen betreut wird.

National September 11 Memorial – Oculus – One World Observatory

Liberty Island mit Freiheitsstatue.

Am nächsten Morgen: Blick vom Battery Park an der Südspitze Manhattans durch den Dunst auf Liberty Island. Die Containerbrücken links von der Freiheitsstatue gehören zum Port Jersey Marine Terminal auf der Grenze zwischen den Städten Bayonne und Jersey City. Zwischen den Containerbrücken ist der große Bogen der Bayonne Bridge zu sehen, die den Kill Van Kull überspannt und die Halbinsel von Bayonne mit Staten Island verbindet.

Four World Trade Centers mit alter Fassade.

Alt vor Neu in der Greenwich Street: Gebäude nahe am World Trade Center Plaza vor der Glasfassade des neu errichteten Four World Trade Centers.

Nördliches Bassin vom National September 11 Memorial.

Im „National September 11 Memorial“ sind beide Grundrisse der Zwillingstürme des zerstörten World Trade Centers in Form tiefer Bassins als Gedenkstätte erhalten. Das Foto zeigt das nördliche Bassin mit dem Sockel des neuen One World Trade Centers im Hintergrund. An der großen Öffnung rechts unten in der Außenhaut des Wolkenkratzers erkennt man, dass die Bauarbeiten noch nicht vollständig abgeschlossen sind, wenngleich das Gebäude im Wesentlichen fertig zu sein scheint.

Rand des nördliches Bassin vom National September 11 Memorial.

In die Bronze-Brüstungen der Bassins sind die Namen aller 2983 Menschen graviert, die bei dem Terror-Anschlag am 11. September 2001 und bei der Bombenexplosion 1993 starben.

Quadratischer Schacht im Bassin vom 9/11 Memorial.

In der Mitte der beiden Bassins führen je ein quadratischer Schacht noch tiefer in den Boden.

Wasserfälle an den Rändern der Bassins.

Wasserfälle an den Rändern der Bassins.

Wasser im Bassin vom 9/11 Memorial.

Das Wasser steht in den Bassins nur flach und fließt an den Wänden der inneren Schächte nach unten ab. Vom Rand der Bassins sind die Böden dieser inneren Schächte nicht zu sehen, so dass das Wasser symbolisch im Unbekannten endet.

Bassin vom 9/11 Memorial vom Oculus.

In unmittelbarer Nähe des One World Trade Centers liegt das Oculus-Bauwerk – der über­irdisch sicht­bare Teil des unter­irdischen Umsteige­bahnhofs „World Trade Center Station“ der PATH (Port Authority Trans-Hudson). Unter­irdisch gibt es Verbin­dungen zu zwei Stationen der New York City Subway, die von einer anderen Gesell­schaft, der MTA (Metropolitan Transportation Authority) betrieben wird. Die gesamte Anlage wird „World Trade Center Transportation Hub“ genannt. Unter den rippen­artigen Elementen des über­irdischen Teils liegt die „Transit Hall“ mit verschie­denen seitlich angeord­neten Läden im Innern. Der Name Oculus ist angelehnt an das antike archi­tek­to­nische Element gleichen Namens, das im Deutschen „Auge“ genannt wird: eine runde Öffnung am höchsten Punkt einer Kuppel, die in früheren Zeiten Licht hinein und Rauch hinaus ließ.

Zwar ähneln die zwei Flügel des Dachs aus dieser Perspektive der Fluke eines Buckelwals kurz vor dem Abtauchen, aber der spanische Architekt Santiago Calatrava hatte beim Entwurf des Hallendachs den Flügel­schlag eines aufstei­genden Vogels im Sinn.

One World Trade Center und Seven World Trade Center.

Das World Trade Center besteht aus einer Gruppe von mehreren Hochhäusern sowie der Memorial Plaza mit den beiden Becken und dem Museum. Bis 2001 standen auf der World Trade Center Site unter anderem die zerstörten Twin-Tower. Im Wesentlichen sind die Etagen an Unternehmen vermietet, die mit Handel, Finanzen, Transport und Verkehr zu tun haben. Insgesamt gehören sieben Bauwerke zu dem Center, die entweder bereits fertiggestellt sind oder sich noch im Bau bzw. in der Planung befinden. Zur Unterscheidung tragen die Gebäude Nummern: Das größte mit der Nummer 1 heißt entsprechend „One Word Trade Center“ – die anderen „Two World Trade Center“ bis „Seven World Trade Center“.

Auf dem Foto ist das One World Trade Center (mitte) und das Seven World Trade Center (rechts) zu sehen – Blick von der Fulton Street.

Battery Park und Governors Island.

Blick vom One World Observatory in der einhundertsten Etage des One World Trade Centers auf die Südspitze Manhattans. Am äußersten südlichen Ende der Insel liegt der Battery Park. Davor Governors Island in der Upper New York Bay. Von Brooklyn wird Governors Island durch den Buttermilk Channel getrennt. Für diesen Namen gibt es mehrere Erklärungen. Die schönste Herleitung mutmaßt, dass der Wellengang in dem Kanal so groß sei, dass sich in früherer Zeit die Milch beim Transport durch das Gewässer von selbst im Butter verwandelt habe. Das große Gebäude auf der linken Seite mit der Glasfassade ist das Four World Trade Center.

Baustelle des Three World Trade Centers.

Die Baustelle des Three World Trade Centers (links) und das 2013 eröffnete Four World Trade Center mit der sich in der Glas­fassade spiegelnden dreieckigen Dach­terrasse auf etwas mehr als zwei Drittel der Gesamt­höhe. Gut zu erkennen ist der Beton­kern des Three World Trade Centers, dessen Bau­fort­schritt der Stahl­kon­struktion der einzelnen Etagen vorauseilt. In diesem Kern werden im Wesent­lichen die Fahr­stühle, das Treppen­haus sowie technische Schächte für Kabel, Rohre und Lüftung unter­gebracht. Diese Wolken­kratzer haben viele Fahrstühle, von denen einige als Shuttle- oder Express-Fahrstühle dienen, die nur in sehr wenigen Stock­werken zum Umsteigen halten, und andere, die als lokale Fahr­stühle von diesen Umsteige­platt­formen, die auch „Skylobbys“ genannt werden, zu den Ziel-Etagen fahren. Oftmals gibt es zudem Express­fahr­stühle, die aus­schließ­lich zwischen dem Erd­geschoss und besonderen Stock­werken pendeln, die zum Beispiel Besucher zu Aussichts­platt­formen, Restau­rants oder Einkaufs­zentren trans­por­tieren.

Wer genau hinschaut, erkennt am linken Bildrand über dem East River zwischen den ersten beiden Gebäuden die Masten des Museums­schiffs „Peking“.

Staten Island Ferry.

Blick aus etwa 380 Metern Höhe auf eines der neun Schiffe der Staten Island Ferry auf dem Weg zum Battery Park. Darüber ist das Castle Williams zu sehen, ein Bauwerk der früheren Befestigungsanlage auf Governors Island.

Gowanus Bay, Häfen von Brooklyn und Buttermilk Channel.

In der oberen Bildhälfte liegen die Gowanus Bay und Häfen von Brooklyn. Durch den Buttermilk Channel düst eine Fähre nach New Jersey oder Long Island. Am linken Bildrand ganz hinten sind die Hochhäuser auf Coney Island zu sehen und in der rechten Bildhälfte am Horizont ein Küstenstreifen von New Jersey.

Liberty Island and Ellis Island.

Liberty Island (links) und Ellis Island (rechts) in der Upper New York Bay. Zwischen 1892 und 1954 befand sich die Empfangsstation für Einwanderer in die Vereinigten Staaten auf Ellis Island. In den historischen Gebäuden ist heute das Einwanderermuseum „Ellis Island Museum of Immigration“ eingerichtet.

Liberty State Park und Downtown von Jersey City.

Links der Bildmitte, auf Höhe des Stegs zu Ellis Island liegt der Liberty State Park und rechts die Downtown von Jersey City mit dem höchsten Gebäude der Stadt „30 Hudson Street“, auch „Goldman Sachs Tower“ genannt. Der Steg zu Ellis Island dient übrigens nur logistischen Zwecken. Besucher der Insel dürfen ihn nicht benutzen.

Kopfbahnhof Central Railroad of New Jersey Terminal.

Bestandteil des Liberty State Parks ist der frühere Kopfbahnhof „Central Railroad of New Jersey Terminal“, der im Jahr 1967 aufgegeben wurde. Das Gewässer im Hintergrund ist die Newark Bay, die von der Newark Bay Bridge überspannt wird. Dahinter ist der Newark Airport als ein heller Streifen zu erkennen.

Visitors of One World Observatory.

Besucher des One World Observatory schauen über den Hudson River nach New Jersey.

Jersey City, Hackensack River and New Jersey Meadowlands.

Der nördliche Teil von Jersey City. Im Hinter­grund ist der Hackensack River zu sehen, der südlich von Jersey City, aber jenseits des linken Bildrandes, in die Newark Bay aufgeht. In der horizon­talen Mittes des Bildes ist die Brücke des New Jersey Turnpikes über den Hackensack River und über das Sumpfgebiet der New Jersey Meadow­lands zu erkennen. Der New Jersey Turnpike ist ein viel befahrener maut­pflichtiger Highway zwischen New York City und der Südwest­grenze New Jerseys.

Hudson River with piers.

Blick auf den Hudson River in Richtung Norden auf einige übrig gebliebene See­brücken, die im Englischen mit dem Begriff „Pier“ bezeichnet werden (der im Deutschen eine etwas andere Bedeu­tung hat). In der ersten Hälfte des 20. Jahr­hunderts war die West­seite Manhattans von der Süd­spitze bis etwa zum Beginn des Central Parks mit solchen Piers bestückt, die in etwa gleich­bleibenden Abständen dicht an dicht lagen. Auch auf der anderen Seite des Hudson Rivers bei Hoboken und Jersey City sowie am East River auf der Ostseite Manhattans und am Ufer von Brooklyn befanden sich solche See­brücken, an denen Fracht- und Passagier­schiffe anlegten. In der zweiten Hälfte des 20. Jahr­hunderts wurden die meisten Piers nicht mehr benötigt, weil sich die Fracht­häfen von Manhattan entfernt und see­wärts in die Upper New York Bay und nach Newark verlagert hatten und außerdem immer weniger Menschen per Schiff reisten. Die verlassenen Piers erlitten unter­schied­liche Lose: Einige wurden restlos entfernt, andere umgewidmet, zum Beispiel für Gastro­nomie und kulturelle Aktivi­täten. An einigen Stellen schüttete man den Bereich zwischen zwei oder mehreren Piers auf und nutzte das neu gewonnene Land zur Bebauung, für Parks oder Sport­anlagen. Einige wenige dienen noch heute dem Schiffs­verkehr oder als Hub­schrauber­lande­plätze. Auf dem Foto kann man ganz unten die stehen­gebliebenen Holz­pfähle eines früheren Piers als dunkle Pünktchen im Wasser des Hudson Rivers erkennen.

Tribeca north of One World Trade Center.

Nördlich vom One World Trade Center liegt der Stadtteil Tribeca.

Manhattan view from downtown to midtown.

Auf Manhattan gibt es zwei weiträumige Zentren mit Wolkenkratzern: Die Downtown im Süden und die Midtown südlich vom Central Park. In der Downtown, auch Lower Manhattan genannt, steht z. B. das One World Trade Center – in der Midtown unter anderem das Empire State Building und das Chrysler Building. Hier der Blick aus der Downtown in nördliche Richtung über die flacher bebauten Stadtteile hinweg auf die Midtown.

Empire State Building.

Das Empire State Building im Bild­zentrum ist nach dem One World Trade Center und dem Gebäude „432 Park Avenue“ das zur Zeit noch dritt­höchste Gebäude von New York. Die Bohnen­stange in der rechten Bild­hälfte ist das 2015 fertig­gestellte „432 Park Avenue“. In den nächsten Jahren wird sich die Skyline der Midtown verändern, denn mehrere neue hohe Wolken­kratzer sind in Planung oder bereits im Bau. So wird das Empire State Building in der Rang­folge der höchsten Gebäude weiter nach unten wandern. Bis zum Bau des World Trade Centers im Jahr 1972 war das 1931 fertig­gestellte Empire State Building das höchste Gebäude der Welt und in den Jahren zwischen dem Anschlag vom 11. September 2001 bis zum Neubau des One World Trade Centers wieder das höchste Bauwerk von New York.

Tribeca.

Die Sicht schräg nach unten auf Tribeca.

Manhattan and the East River.

Blick in Richtung Nordost. Im Hintergrund der East River. Unterhalb der Bildmitte steht das 1974 fertig­gestellte fensterlose „33 Thomas Street“ ehemals „AT&T Long Lines Building“. Um Anschlägen von Außen und dem Gewicht schwerer technischer Anlagen im Innern standzuhalten, sind die Wände und Böden der fünf­einhalb Meter hohen Etagen besonders stabil und tragfähig konstruiert. Das Hochhaus gilt als eines der sichersten Gebäude der USA und ist mit eigener Wasser- und Energie­versorgung so ausgelegt, dass es nach einem Nuklear­schlag zwei Wochen völlig autark betriebs­bereit bleibt. Bis 1999 war dort die Telefon­vermittlungs­zentrale von AT&T untergebracht. Heute scheint es Telefonvermittlungsstellen und Rechen­zentren verschiedener Unternehmen zu beherbergen. Genaue Informationen über die aktuelle Nutzung werden nicht veröffentlicht.

East River with Williamsburg Bridge.

Der East River mit der Williamsburg Bridge. Im Vordergrund die lange Rampe der Manhattan Bridge. Auch Fußgänger über die Brücken müssen diese Rampen benutzen, denn es gibt keine abkürzenden Treppen oder Fahrstühle in Ufernähe.

Williamsburg Bridge and Brooklyn Bridge.

Die Manhattan Bridge (graublau) und die Brooklyn Bridge (rotbraun).

New Yorks Dächer.

New Yorks Dächer sind eine Fundgrube vieler interessanter Details.

Brooklyn Bridge across the East River.

Im Jahr 1883 wurde die Brooklyn Bridge als erste der Brücken zwischen Manhattan und Brooklyn in Betrieb genommen.

Oculus hall seen from the One World Observatory.

Das Dach der Transit Hall „Oculus“ mit ihren 114 „Rippen“ vom One World Observatory gesehen. Links von dem Bauwerk liegt die Baustelle des Two World Trade Centers. Wegen mangeln­dem Interesse poten­zieller Mieter sind zur Zeit lediglich die Keller­geschosse des Two World Trade Centers fertig­gestellt und die weiteren Arbeiten auf Eis gelegt. Rechts vom Oculus wird das Three World Trade Center gebaut, das 2018 fertiggestellt sein soll. Das dreieckige Gebäude rechts unten ist das Museum des 9/11-Memorials. In derselben Ecke des Fotos ist noch ein Zipfel vom südlichen Bassin zu erkennen.

Shell of the Three World Trade Center.

Das Dach der Transit Hall vor dem Rohbau des Three World Trade Centers.

Gewitterstimmung über dem World Trade Center.

Gewitterstimmung über dem World Trade Center.

Oculus in the rain.

Zehn Minuten Regen in einer Woche New York. Unten ein Flügel des Oculus, dahinter das Three World Trade Center.

Oculus Hall from the inside.

Die Haupthalle „Transit Hall“ des Bahnhofs „World Trade Center Station“ von innen. An den Seiten sind noch Bau­stellen­wände zu sehen, hinter denen die Läden vorbereitet werden. Übrigens: Die Gesamt­kosten der World Trade Center Station betrugen knapp vier Milliarden US-Dollar. Dagegen gab es die Hamburger Elbphil­harmonie ja zum Schnäpp­chen­preis.

Ribs of the Oculus.

Blick durch die Glaselemente zwischen den Rippen des Oculus-Bauwerks auf das Three World Trade Center.

Intermezzo

Little Italy after the rain.

Straßenszene nach dem Regen im früheren Little Italy.

China Town seen from Canal Street.

In China Town, Blick von der Canal Street, nahe der Mott Street.

German beer St. Pauli Girl.

Auf diese Weise glaubt man, den Amerikanern deutsches Bier schmackhaft zu machen: Mit einem Namen, der durch Seefahrt und Rotlicht auch in Übersee bekannt ist, verknüpft mit der Abbildung eines Dirndl tragenden bayrischen Wiesn-Madels. Dabei hat die Marke weder mit Hamburg noch mit München zu tun. Das „St. Pauli“ im Namen stammt gar nicht aus dem Hamburger Stadtteil, sondern vom St. Paul-Kloster in Bremen. Nach ihm wurde die St. Pauli-Brauerei benannt, die den Gerstensaft streng nach deutschem Reinheitsgebot braut und abfüllt. Das Konzept funktioniert: Zumindest in Chicago und New York werden die Sixpacks in den Supermärkten gekauft. Auch in einigen Gaststätten wird das St. Pauli Girl angeboten.

West 4 St-Washington Sq Sta.

Über dem Eingang der Subway. Wer findet den Fehler?

Walk to Times Square.

Der Weg zum Times Square wird behindert durch mehrere Straßenbaustellen und dichten Verkehr, der sich um die Baustellen herumwindet.

Crossroads of Broadway and Seventh Avenue.

Im Kreuzungsbereich vom Broadway (rechts unten nach links oben) und der Seventh Avenue (links unten nach rechts oben) liegt der Times Square. Die beiden Straßen kreuzen sich im spitzen Winkel in Form eines sehr schlangen X. Die Dreiecke in den spitzen Winkeln oben und unten sind für Fußgänger reserviert. Im nördlichen Dreieck liegt der Duffy Square zum Gedenken an Kaplan Francis P. Duffy. Das Foto zeigt den Blick vom Duffy Square in Richtung Süden.

Times Squares at day.

Während der Broadway im Bereich des Times Squares eine Fuß­gänger­zone ist, fährt auf der 7th Avenue normaler Straßenverkehr. Baustellen im Kreuzungs­bereich zwingen Fußgänger zu Umwegen und Autofahrer zu Geduld.

Church of Saint Mary the Virgin.

Ein krasser Gegenpol zum lauten und quirligen Times Square: Die Kirche Saint Mary the Virgin liegt auf halbem Weg vom Times Square zum Rockefeller Center, zwischen der West 46th und der West 47th Street.

Top of the Rock

Mosaic by Barry Faulkner at the entrance 1250 6th Avenue.

Im Eingang 1250 6th Avenue ziert das Mosaik von Barry Faulkner den Durchgang zum Comcast Building im Rockefeller Center. Vor dem Jahr 2015 hieß das Gebäude „GE Building“ und zwischen der Fertig­stellung im Jahr 1933 bis 1988 „RCA Building“. Im Volksmund wird es auch „30 Rock“ genannt, denn die offizielle Adresse lautet 30 Rockefeller Plaza. Auf dem Dach befindet sich die drei­stöckige Aussichts­plattform „Top of the Rock“. Das Comcast Building ist mit einer Höhe von 259 Metern das höchste Gebäude des Rockefeller Centers, zu dem insgesamt ungefähr 20 Häuser gehören.

Viewing platform Top of the Rock.

Blick von der oberen Ebene der Aussichtsplattform „Top of the Rock“ auf die zwei Stockwerke tiefer liegende untere Ebene.

Manhattan seen from the Top of the Rock.

Blick entlang der Längsachse Manhattans in Richtung Südsüdwest.

Chrysler Building and MetLife Building.

In der Nähe des linken Bildrandes ist ein Teil des zwischen 1928 und 1930 gebauten Chrysler Buildings zu sehen (das Gebäude mit der feinen Turm­spitze). Nach seiner Fertig­stellung war es kurzzeitig das höchste Gebäude der Welt, aber es verlor den Titel bereits ein Jahr später an das Empire State Building. Teilweise wird das Chrysler Building aus dieser Blick­richtung durch das 1963 fertig­gestellte MetLife Building verdeckt. Bis 1993 trug dieses Gebäude den Namen Pan Am Building, denn in ihm war zunächst die Verwaltung der Flug­gesell­schaft Pan Am unter­gebracht. Statt „MetLife“ (Abkürzung für das Versicherungsunternehmen „Metropolitan Life Insurance Company“) zierte damals der Schriftzug „PAN AM“ den oberen Saum des Gebäudes. Auf dem Dach befand sich in früheren Zeiten ein Hubschrauberlandeplatz, von dem aus 1966 und noch einmal 1977 ein Pendelverkehr zwischen Manhattan und dem John F. Kennedy International Airport angeboten wurde. Man konnte bereits im Pan Am Building einchecken und sparte auf diese Weise Zeit. Nach einem tragischen Unfall wurde der Transportdienst beendet.

View to the south from the Top of the Rock.

Genau in Richtung Süden sind im Vorder­grund einige Gebäude der Midtown zu sehen, links der East River mit der Williamsburg Bridge und in der rechten Bild­hälfte im Hinter­grund die Hochhäuser der Downtown von Brooklyn in etwa acht Kilometern Entfernung. Noch weiter hinten, fast am Horizont, erscheinen die etwa 18 Kilometer entfernt liegenden Hoch­häuser auf Coney Island durch den Dunst und am Horizont ist der 35 bis 40 Kilometer entfernt liegende Küsten­streifen vom New Jersey jenseits der Lower New York Bay gerade noch zu erkennen.

View of the Empire State Building.

Das Comcast Building im Rockefeller Center gehört zwar nicht zu den höchsten Gebäuden New Yorks, aber die Aussicht von seinem Dach zu den spek­ta­ku­lärsten. Die oberste Etage der Aussichts­plattform „Top of the Rock“ befindet sich im Freien auf dem Dach des Gebäudes. Kein Glas trübt die Aussicht und dass einige andere Gebäude höher sind und über den Horizont hinaus ragen, macht die Perspektive in besonderer Weise interessant.

Hier der Blick auf das Empire State Building und die in der Ferne liegende Downtown Manhattans im südlichen Bereich der Insel. Dort ragt das One World Trade Center aus der Masse heraus. Am linken Bildrand verbindet die Verrazano-Narrows Bridge die Stadt­bezirke Brooklyn und Staten Island über die Meerenge „The Narrows“. Rechts hinten liegt die bis zu 125 Meter hohe Insel Staten Island. Als winzig-feine Nadel kann man auf der höchsten Erhebung Staten Islands, auf dem 20 Kilometer entfernt liegenden Todt Hill, den Mast der College-Radio­station WSIA erkennen.

Im Hintergrund die Verrazano-Narrows Bridge.

Turmspitzen am Rand der Midtown. Im Hintergrund die Verrazano-Narrows Bridge.

Manhattan, Hudson River the Downtown of Jersey City,

Rechts der Hudson River und die Downtown von Jersey City. In der Upper New York Bay liegen Liberty Island mit der Freiheitsstatue und Ellis Island.

Buildings near the Times Square.

Im Vorder­grund einige Gebäude in der Nähe des Times Squares. Die hellblaue Leucht­reklame­tafel am unteren Bildrand ist am Gebäude „One Times Square“ am südlichen Ende des Times Squares an höchster Position angebracht. Unsichtbar von hier oben wuseln dort in der Tiefe im Bereich der Kreuzung von Broadway und Seventh Avenue Menschen und Autos um Straßen­bau­stellen herum. Über der LED-Tafel ist der Times Square Ball in seiner Ruhe­position zu sehen, die er an 364 Tagen im Jahr nicht verlässt. Jährlich in der Sylvester­nacht wird er in den letzten 60 Sekunden des alten Jahres an einer Stange herabgesenkt.

The Times Square Ball.
Der Times Square Ball mit seiner Stange.
Satellite dishes auf dem Dach des 1221 Avenue of the Americas

Parabolantennen auf dem Dach des „1221 Avenue of the Americas“.

Building south of the Rockefeller Center.

Bebauung südlich des Rockefeller Centers. Die meist hölzernen Wasser­tanks auf den Dächern sorgen für den Druck in den Wasser­leitungen der jeweiligen Gebäuden und dienen im Falle eines Brandes als Reservoir für Lösch­wasser. Der natürliche Druck im New Yorker Leitungs­netz reicht nur etwa bis zur sechsten Etage. Daher wird Wasser in die Tanks auf den Dächern gepumpt, von wo es durch die Schwer­kraft nach unten gezogen im ganzen Haus aus den Wasser­hähnen sprudelt. Ab einer bestimmten Haushöhe muss der Wasser­druck allerdings nach unten hin ein- oder mehrmals durch Druck­ventile reduziert werden, damit die Dichtungen und Rohre halten. Die Bauform der Tanks scheint seit je gleich geblieben zu sein. Entweder hat sich die frühe Konstruktion wunschlos bewährt oder es liegt daran, dass es nur wenige Hersteller mit einer gleich­bleibenden Produkt­palette gibt.

Reflecting facade of The International Gem Tower.

Die spiegelnde Fassade vom „The International Gem Tower“ in der West 47th Street.

Central Park and Hudson River.

Im Vordergrund der Central Park von Süden gesehen, links der Hudson River mit der George Washington Bridge – die einzige Brücke von Manhattan über den Hudson nach New Jersey (aber es gibt mehrere Tunnel). Hinter der Brücke ist das Steilufer des Hudson Rivers, „The Palisades“, zu erkennen, das weiter nördlich auf eine Höhe von über 100 Metern ansteigt.

432 Park Avenue.

Zwischen 2012 und 2014 schoss das Wohngebäude „432 Park Avenue“ aus dem Boden. Mit 426 Metern ist der Wolkenkratzer nach dem One World Trade Center, aber vor dem Empire State Building das zweit­höchste Bauwerk New Yorks und das zur Zeit höchste Wohngebäude der Erde. Das oberste Stockwerk ist sogar höher als dasjenige des One World Trade Centers, zu dem noch eine mächtige mastartige Turmspitze gehört, die bei der offiziell gemessenen Höhe mitgerechnet wird. Eine Kuriosität: Um den Winddruck abzubauen und Schwingungen entgegenzuwirken, folgen auf jeweils zwölf bewohnten Etagen zwei unbewohnte mit unverschlossenen Fensteröffnungen.

Roosevelt Island in East River.

Blick auf den East River und die Insel Roosevelt Island zwischen den Hochhäusern.

Grand Central Station – Central Park – Times Square

Passageway in the Grand Central Terminal.

Ein Nebengang des Grand Central Terminals, das im Sprachgebrauch „Grand Central Station“ genannt wird.

Main hall from Grand Central Station.

Die Haupthalle der Grand Central Station.

Grand Central Station.

Wichtige Szenen bekannter Kinofilme spielen in dieser Halle. Zum Beispiel in Hitchcocks „North by Northwest“ („Der unsichtbare Dritte“), als Cary Grant alias Roger O. Thornhill irrtümlich des Mordes beschuldigt wird und, um nicht erkannt zu werden, mit dunkler Sonnenbrille versucht, ein Bahnticket zu lösen.

Clock in the Grand Central Station.

Seit 1959, dem Dreh von North by Northwest, hat sich verblüffend wenig in der Halle verändert, als wenn das Filmteam gerade erst den Ort der Handlung verlassen hätte. Auch diese wunderbare Uhr und der Kiosk darunter sehen heute noch genauso aus wie damals.

Apple Store in the Grand Central Station.

Ok – das gab es in den 50er Jahren noch nicht: Im ersten Stock einer Seite der Halle hat sich Apple breit gemacht und einen riesigen Store eingerichtet.

Eliot Sumner at Armani Exchange.

Musikerin und Model Eliot Sumner auf einer Werbetafel von Armani Exchange nahe dem Times Square.

Als Fan von Eliot Sumner nehme ich das Plakat mal zum Anlass für einen kleinen Exkurs, eine Kurz­biografie der Prota­go­nistin: Eliot Paulina Sumner wurde 1990 geboren und wuchs in einem alten Landhaus im Süden Englands auf, unweit der Kult­stätte Stonehenge. Mit 14 wechselte sie von der Dorf­schule auf ein Londoner Internat und begann selbstgeschriebene Songs in Clubs und Pubs zu spielen. Im Jahr 2007 veröffent­lichte die damals 17-jährige ihre erste Single auf Vinyl. Auf den in kleiner Auflage gepress­ten Platten klebten unbe­druckte weiße Labels, die Eliot Sumner zum Teil eigen­händig mit dem Titel des Songs beschriftete: „I Blame Coco“. Da die Platten keinen direkten Hinweis auf die Inter­pretin enthielten, gaben sich Eliot und ihre Musiker bei der Veröffent­lichung der nächsten Songs zwecks Wieder­erkennung den nun bereits ein wenig bekannten Titel „I Blame Coco“ als Bandnamen. Drei Jahre später veröffent­lichte Eliot Sumner unter dem Namen „I Blame Coco“ ihre erste CD „The Constant“.

Es folgte eine lange Pause, in der sich die Musikerin von der Öffent­lichkeit zurückzog, experi­men­tierte und neue stilis­tische Wege einschlug. Im Sommer 2014 erschienen für ihre Fans über­raschend und nun unter ihrem bürger­lichen Namen „Eliot Sumner“ drei neue Songs auf der EP „Information“. Im November des­selben Jahres tourte sie mit der schwedischen Sängerin Lykke Li durch einige europä­ische Städte. (Bei dieser Gelegen­heit durfte ich sie zum ersten Mal in Hamburg live erleben.) Im folgenden Jahr erschienen einige weitere Singles, aber erst Anfang 2016 kam ihre zweite CD „Information“ heraus. Bereits zur Zeit von „I Blame Coco“ modelte Eliot Sumner – damals ent­sprechend ihrem Alter und der Erwartung ihrer Umgebung mehr im Girly-Style. Auch nach ihrem Rückzug und Neustart arbeitet sie wieder als Model. Aber nun verkleidet sie sich nicht mehr, sondert trägt ihren eigenen Stil, so dass in den Mode­zeit­schriften, in denen Marken und Herkunft der von ihr zur Schau getragenen Sachen benannt werden, des öfteren einfach nur „Eliot’s own“ zu lesen ist.

Nach dem kleinen Exkurs zurück in in die sommer­heiße City of New York: Die Stufen unten rechts auf dem Foto gehören zur St. Patrick’s Cathedral, unserem eigent­lichen Zwischen­ziel.

Entrance to the St. Patrick's Cathedral.

Blick durch das Eingangsportal in die St. Patrick’s Cathedral.

Windows in the Patrick's Cathedral.

Fenster in der St. Patrick’s Cathedral.

Das Empire State Building von unten.

Das Empire State Building.

The Pond in the Central Park.

Blick aus dem südöstlichen Bereich des Central Parks auf den Teich „The Pond“ und die Bebauung der Straßen an der Südseite des Parks. Rechts ist der Neubau des „220 Central Park South“ zu sehen. Die Fertigstellung des dann 290 Metern hohen Gebäudes ist für 2017 geplant.

One57 near the Central Park.

Das höchste Gebäude auf dem Foto ist das 2014 fertiggestellte 306 Meter hohe „One57“ südlich vom Central Park.

John Randel's bolt in the Central Park.

Ursprünglich bestand Manhattan aus hügeligem Land, mit heraus­ragenden Felsen, Tälern, Tümpeln, Sümpfen und Bächen. Da bereits zu Beginn des 19. Jahrhunderts die besondere zukünftige Bedeutung New Yorks zu prog­nosti­zieren war, wurde 1811 ein Vorschlag der Staats­regierung angenommen, der für den gesamten unbebauten Teil der Insel Manhattan ein strenges Straßen­raster vorsah. Der Central Park war damals noch nicht geplant und daher ebenfalls als Baufläche deklariert. Dieser Plan wurde zwischen 1808 und 1811 vom Vermessungs­ingenieur John Randel jr. erarbeitet. Der Plan sah 12 breite Straßen in Längs­richtung der Insel vor (die „Avenues“) und 155 Quer­straßen (die „Streets“). Auf diese Weise ergaben sich etwa 2000 Häuserblocks. Die hügelige Topo­grafie sollte durch Sprengen der Felsen und Auffüllen der Mulden vollständig eingeebnet werden.

Um das Straßen­raster auf der gesamten Insel physisch zu kennzeichnen, wurden von Randel und seinen Mit­arbeitern in den 1810er Jahren an jeder der geplanten Kreuzungen knapp ein Meter lange Stelen aus Marmor in das Erdreich getrieben. Auf felsigem Grund ging Randel anders vor: Mit Schieß­pulver sprengte er pro Marke ein Loch in den Felsen, setzte einen länglichen Eisenbolzen mit quadra­ti­schem Quer­schnitt ein und fixierte ihn anschließend mit Blei im Gestein.

Vom bereits bebauten Südteil der Insel ausgehend wurde in den folgenden Jahr­zehnten das Straßen­raster schritt­weise realisiert. Erst um 1850 entstand der Plan, einen großen Bereich von der Bebauung auszus­chließen und als Park­anlage zu gestalten. Zwischen 1859 und 1873 wurde der Central Park nach einem Entwurf von Frederick Law Olmsted und Calvert Vaux realisiert.

Da aber der Park ursprünglich für eine Bebauung vorgesehen war, wurde auch auf diesem Gebiet nach 1811 das strenge Straßen­raster mit den steinernen Stelen bzw. Bolzen aus Eisen markiert. Vor wenigen Jahren fragten sich geschichts­interessierte New Yorker, ob wohl noch einige der zwischen­zeitlich in Vergessen­heit geratenen Exemplare dieser Markierungen aus dem frühen 19. Jahrhundert im Boden stecken. In den bebauten Bereichen Manhattans ist natürlich nichts mehr von ihnen zu finden, aber vielleicht in den Parks, die erst nachträglich von der Bebauung aus­ge­schlossen wurden? Tatsäch­lich wurden nach genauer Recherche und Suche einige wenige der Eisen­bolzen entdeckt. Da bei einer Veröffent­lichung der genauen Positionen die Gefahr von Vanda­lismus besteht, gibt es die Übereinkunft, die Positionen nicht zu verraten. Lediglich die Koordi­naten von einem dieser Bolzen (der auf dem Foto) sind nach kreativer Suche im Internet zu finden.

Rock in Central Park.

Im Central Park tritt an einigen Stellen der ursprüngliche felsige Grund der Insel Manhattan zum Vorschein.

Imagine mosaic in the Strawberry Fields memorial.

Das Mosaik „Imagine“ in der Gedenkstätte „Strawberry Fields“ im Central Park zum Gedenken an John Lennon, der 1980 unweit dieser Stelle einem Attentat zum Opfer fiel.

One Times Square by night.

Seine besondere Ausstrahlung entfaltet der Times Square erst an Abend und in der Nacht, wenn die leuchtenden Reklametafeln das bunte Treiben in ein diffuses Licht hüllen. Das schmale Gebäude genau in der Bildmitte mit den übereinander gestapelten leuchtenden Reklametafeln ist Namensgeber des Platzes. (Nicht das dunkle Gebäude dahinter, sondern nur der Teil mit den LED-Bildschirmen.) Das „One Times Square“ wurde 1905 als Verlags- und Geschäftsgebäude der New York Times fertiggestellt. Heute dient es im Wesentlichen als Träger der Werbetafeln und ist, abgesehen von einer Apotheke in den unteren drei Etagen, leerstehend. Von der ursprünglich wunderschönen Fassade ist nichts mehr übrig. Auf dem Dach dieses Hauses wird jährlich zum Jahreswechsel der Times Square Ball an einer Stange herabgesenkt.

Duffy Square by night with the statue of George M. Cohan.

In der Spitze des dreieckigen Duffy Squares im nördlichen Winkel der Kreuzung von Broadway und Seventh Avenue steht eine Bronzestatue des Komponisten, Produzenten und Schauspielers George M. Cohan. In den ersten Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts trug er dazu bei, den Begriff „Broadway“ als Synonym für erfolgreiche Theater- und Musicalproduktionen zu etablieren.

Statue of Kaplan Francis P. Duffy.

Im nördlichen Bereich des Duffy Squares steht ein weiteres Denkmal, das dem Namensgeber des Platzes, Kaplan Francis P. Duffy, gewidmet ist. Duffy, ein Militärpfarrer mit kanadischen Wurzeln, ist vor allem durch mutiges Engagement in Frankreich während des ersten Weltkrieges bekannt geworden.

Father Duffy at Duffy Square.

Als Charakterisierung eines Pfarrers ist die bildliche Darstellung von „Father Duffy“ ganz schön finster geraten und steht in einem fast schon surrealen Kontrast zum zwanglosen und fröhlichen Benehmen der Menschen auf dem Times Square. Hinter Father Duffy liegt ein Pavillion mit einer Theaterkasse von TKTS. Das Dach des Pavillions wurde als eine Art Tribüne in Richtung Times Square gebaut, so dass man von dort oben das bunte Treiben entspannt genießen kann. Die Tribüne ist außerdem ein beliebter Selfie-Ort.

Construction site at Times Square.

Blick über eine der Baustellen in Richtung Norden auf den Duffy Squares und die kleine Tribüne. Dahinter in der Bildmitte steht das schmale Hochhaus „Two Times Square“.

The Four Times Square with H&M logo.

Hochhäuser umzingeln den Times Square. Das „Four Times Square" (mit dem H&M-Logo) wurde im Jahr 2000 fertiggestellt und ist unter anderem (wen überraschts) an H&M vermietet.

Broadway near Times Square.

Blick aus dem Broadway in Richtung Times Square: Nicht nur der Platz selbst, auch die umliegenden Straßen sind an dem späten Sommerabend mit Menschen gefüllt.

Street scene with construction site.

Straßenszene mit Baustelle und dem letzten Licht der bereits untergegangenen Sonne.

Advertising panel near Times Square.

Die Sonne trägt an diesem Abend reichlich dick auf. Eine große, aber einsame Reklametafel am Rand des Dunstkreises vom Times Square.

Fortsetzung: New York City, Teil 2 – August 2016

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